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Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente kündigt nach tödlichen Zugunglücken Rücktritt an

Europa🇪🇸PolitikKatastrophen

Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente kündigte am 3. November seinen Rücktritt an, nachdem Abgeordnete ihn zu zwei tödlichen Zugunglücken befragt hatten, darunter zu einer Kollision am 28. Oktober nahe Urda, bei der 69 Menschen ums Leben kamen.

Bei dem jüngsten Unglück kollidierten auf der Strecke Madrid–Sevilla in der Provinz Toledo ein Hochgeschwindigkeitszug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe und ein stehender Zug des Betreibers Iryo. Puente sagte den Abgeordneten, Fahrdienstleiter hätten den Renfe-Zug weiterfahren lassen, nachdem dessen automatisches Sicherheitssystem ausgefallen war. Die genauen Umstände des Unglücks werden noch untersucht.

Der Kollision war im Januar ein Unglück nahe Adamuz auf derselben Strecke vorausgegangen, bei dem 46 Menschen ums Leben kamen. Puente sagte, ein Verkehrsminister könne nach zwei Unfällen dieser Schwere innerhalb von weniger als einem Jahr nicht im Amt bleiben. Oppositionspolitiker und einige Parteien, auf deren Unterstützung die Regierung angewiesen ist, hatten seinen Rücktritt gefordert.

Bei seinem Auftritt vor dem Parlament stellte er außerdem geplante Maßnahmen zur Verbesserung der Bahnsicherheit vor. Er sagte, er werde bei der bevorstehenden Wahl nicht kandidieren. Seine Rücktrittsankündigung erfolgte nach stundenlangen kritischen Fragen zu den Unglücken und zum Umgang der Regierung mit ihnen.