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Südkoreanische Aktien stürzen um mehr als 8 % ab, Korea Exchange setzt Handel aus

Ostasien und Pazifik🇰🇷Wirtschaft

Südkoreanische Aktien verloren am Freitag, dem 6. November, mehr als 8 %, wodurch der KOSPI zum ersten Mal seit neun Monaten unter 5.000 Punkte fiel und Korea Exchange den Handel für 20 Minuten aussetzte.

Der Index stand um 9.03 Uhr Ortszeit bei 4.923,47 Punkten und damit 8,55 % im Minus, als Korea Exchange den Circuit Breaker auslöste. Vorausgegangen war ein starker Ausverkauf bei US-Technologieaktien. Anleger befürchteten, ein umfassender Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen könne zu Maßnahmen führen, die das Wachstum von Rechenzentren für künstliche Intelligenz bremsen.

Diese Möglichkeit verunsicherte Halbleiteraktien. Sie trugen maßgeblich zu den umfangreichen Verkäufen in Seoul bei. Bereits in der vorherigen Sitzung hatte der KOSPI 5,28 % verloren.

Die Börse setzte den Handel aus, weil der Index über einen längeren Zeitraum um mehr als 8 % gefallen war. Der Handel wurde nicht einfach deshalb ausgesetzt, weil der Index unter 5.000 Punkte sank. Später stieg der KOSPI wieder über 5.000 Punkte.

Der Index beendete den Tag bei 5.101 Punkten und lag damit 5,26 % unter dem Schlussstand vom Donnerstag. Der Absturz zeigte, wie schnell Sorgen über die Ausgaben für US-Technologie und die Nachfrage nach Chips den südkoreanischen Markt beeinflussen können.