Als am Samstag, dem 7. November, 99 % der Wahlbezirke bei den Kommunalwahlen in Südafrika ausgezählt waren, war der African National Congress (ANC) weiterhin die stärkste Partei des Landes, verfügte jedoch in mehreren Großstädten nicht über eine Mehrheit, sodass Koalitionsgespräche anstanden.
Vorläufige Zahlen der Wahlkommission zufolge kam der ANC landesweit auf rund 30,9 %, vor der Democratic Alliance (DA) mit 24,6 % und der uMkhonto weSizwe Party mit 9,7 %. In Johannesburg, Tshwane und Ekurhuleni lag der ANC vorn, verfügte in den Stadträten jedoch nicht über eine Mehrheit. Die DA lag in Nelson Mandela Bay vorn, während die MK Party in eThekwini führte.
Kapstadt bildete eine Ausnahme: Die DA sicherte sich dort genügend Sitze für eine Mehrheit. Das schwächere Abschneiden des ANC spiegelt einen anhaltenden Rückgang seiner Unterstützung wider. Die Wählerinnen und Wähler haben ihre Frustration über Korruption, Arbeitslosigkeit und öffentliche Dienstleistungen zum Ausdruck gebracht.
Die zersplitterten Ergebnisse bedeuten, dass kleinere Parteien mehr Einfluss gewinnen könnten, während die Parteien Vereinbarungen über die Regierungsbildung anstreben. Frühere Koalitionen waren oft instabil. Die Wahlbeteiligung wurde auf 54,5 % geschätzt, gegenüber 46 % bei den Kommunalwahlen 2021.
Die endgültigen Ergebnisse standen noch aus, während die Auszählung und Überprüfung weiterliefen.