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Jemens Huthi und regierungsnahe Vertreter schieben sich nach Angriff auf Markt in Taiz gegenseitig die Schuld zu

Naher Osten🇾🇪Konflikte

Ersten Berichten zufolge kamen bei einem Angriff auf den Al-Hadara-Markt in der jemenitischen Provinz Taiz mindestens 20 Menschen ums Leben, während Huthi-Behörden und regierungsnahe Vertreter sich gegenseitig die Schuld gaben und die Verantwortlichkeit nicht bestätigt wurde.

Der Angriff wurde am Freitag, dem 6. November, aus dem Bezirk Al-Waziyah gemeldet. Die Huthi erklärten, Flugzeuge der von Saudi-Arabien geführten Koalition hätten den Markt getroffen. In ersten Berichten der Associated Press wurde ein Huthi-Gesundheitsbeamter zitiert, der sagte, mindestens 20 Menschen seien ums Leben gekommen und 15 verletzt worden.

Der Beamte sagte, die Zahl der Todesopfer könne noch steigen. Spätere Berichte, die sich auf den von den Huthi betriebenen Sender Al-Masirah beriefen, nannten 30 Tote und acht Verletzte. Diesen Berichten zufolge suchten Rettungsteams weiterhin in den Trümmern.

Das regierungsnahe jemenitische Militär beschuldigte die Huthi, den Markt mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben. Die örtlichen Behörden erklärten, es habe in dem Bezirk keine Luftangriffe gegeben. Die widersprüchlichen Darstellungen wurden nicht unabhängig bestätigt.

Die vorliegenden Berichte nennen unterschiedliche Opferzahlen. Die Behörden in Taiz forderten, Beweise vom Ort des Geschehens zu sichern und unabhängig untersuchen zu lassen. Die Huthi forderten eine internationale Untersuchung dessen, was sie als Luftangriff bezeichneten.

Der Markt liegt in einem von den Huthi kontrollierten Gebiet. Die Kämpfe zwischen der Gruppe und den Kräften, die die international anerkannte Regierung Jemens unterstützen, haben sich verschärft.