Präsident Donald Trump sagte am Freitag, dem 6. November, US-Streitkräfte hätten einen iranischen Luftabwehrstandort auf der Insel Qeschm angegriffen, während Katar erklärte, weiterhin zu versuchen, die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran aufrechtzuerhalten.
Iranische Staatsmedien berichteten von zwei Raketenangriffen im Gebiet Suza auf der Insel, machten aber keine Angaben zu Schäden oder den Zielen. Trump bezeichnete den Einsatz als geringfügig. Die neu errichtete Waffe zum Abschuss von Flugzeugen sei rasch außer Gefecht gesetzt worden, sagte er.
Die Berichte enthielten keine unabhängige Einschätzung der Schäden. Das iranische Staatsfernsehen erklärte, die Armee habe gemeldet, dass die iranische Luftabwehr eine US-Drohne vom Typ MQ-9 über Qeschm abgeschossen habe. Washington hatte diese Behauptung nicht bestätigt.
Die Insel Qeschm liegt nahe der Straße von Hormus, einer wichtigen Route für Öllieferungen. Auch zu Beginn der Woche waren auf der Insel Explosionen gemeldet worden. Trump sagte, die Verhandlungen hätten „große Fortschritte“ gemacht.
Er erläuterte nicht, was sich geändert hatte. Katar wies Berichte zurück, wonach seine Vermittlungsbemühungen gescheitert seien. Zwei regionale Regierungsvertreter sagten, Iran prüfe Vorschläge Katars, um die Meinungsverschiedenheiten mit Washington über Teherans Atomprogramm beizulegen.
Ein Regierungsvertreter sagte, Iran sei zu direkten Gesprächen nicht bereit, solange nicht zuvor Zugeständnisse gemacht würden. Die widersprüchlichen Behauptungen und die fortgesetzte Vermittlung lassen die Aussichten auf eine Einigung ungewiss erscheinen.