Proteste von Textilarbeitern in Bangladesch gegen ihre Löhne zwangen am 2. November erneut Hunderte Fabriken, die Produktion einzustellen. Zusammenstöße mit der Polizei störten den Betrieb in Industriegebieten und schürten Sorgen über Verzögerungen bei Exporten.
Reuters berichtete, dass 679 Fabriken die Produktion einstellten, nachdem die Beschäftigten einen monatlichen Mindestlohn von 30.000 Taka statt bisher 12.500 Taka gefordert hatten. Die Beschäftigten blockierten Straßen. Nach Angaben der Polizei warfen sie Steine und Ziegel auf die Einsatzkräfte.
Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstrierenden auseinanderzutreiben. The Business Standard berichtete separat, dass mindestens 690 Fabriken die Produktion ausgesetzt hatten. Demselben Bericht zufolge waren in den betroffenen Betrieben mehr als 1,7 Millionen Beschäftigte tätig.
Die Lohnforderung spiegelt die steigenden Lebenshaltungskosten wider. Der Streit ging weiter, obwohl die Regierung einen sechsköpfigen Ausschuss zur Überprüfung der Löhne eingesetzt hatte. Bangladeschs Bekleidungsindustrie beschäftigt etwa vier Millionen Menschen.
Sie erwirtschaftet mehr als 80 % der Exporterlöse des Landes. Dadurch geben länger andauernde Unterbrechungen Herstellern und internationalen Abnehmern Anlass zur Sorge. Nach früheren Stilllegungen hatten die Fabriken am Montag wieder geöffnet.
Neue Zusammenstöße und erneute Produktionsaussetzungen zeigten, dass der Betrieb weiterhin anfällig war.